Starke Hände, starke Stimmen
„Von domois bis heit“ – Die Bäuerinnen
Seit jeher leistet die Arbeit der Bäuerinnen einen entscheidenden Beitrag zum Funktionieren der landwirtschaftlichen Betriebe. Von Sonnenaufgang bis spät in die Nacht waren sie mit schweren körperlichen Arbeiten befasst und trugen viel Verantwortung bei wenig Anerkennung. „Man war überall dabei, ob es die Stallarbeit war, die Kinder oder die Krankenpflege, alles ist an der Bäuerin gehängt“, sagt Theresia Taschl, die am Mehrgenerationenbauernhof als Altbäuerin immer noch tatkräftig den Familienbetrieb unterstützt.
Inge Maria Taschl betreibt hier in dritter Generation einen Hühnerhof und steht für eine neue, selbstbewusste Frauenrolle. „Man ist nicht mehr abhängig vom Mann, man hat seinen eigenen Weg in der Landwirtschaft gefunden“, sagt sie. Dass sich die lange „unsichtbare“ Arbeit der Bäuerinnen Gehör und Stimme verschaffte, ist in Niederösterreich auch der 1976 gegründeten ARGE der Bäuerinnen zu verdanken. Die heute im ganzen Bundesland aktive Organisation umfasst 350 Vereine und vernetzt mehr als 43 000 Frauen im ländlichen Raum.
Bäuerinnen von heute stehen für Wandel und Stärke, sie sind erfolgreiche Unternehmerinnen und Innovatorinnen, die – basierend auf den immer noch starken Traditionsfundamenten – die Zukunft der ländlichen Regionen gestalten. Und die als Interessensvertreterinnen auch Funktionen zur Stärkung der Bäuerinnen in der Gesellschaft übernehmen. Im Hinblick auf das 50-jährige Gründungsjubiläum der ARGE Bäuerinnen werfen die Filmchronisten Schlaglichter auf die Geschichte und Entwicklung eines Erfolgsmodells und zeigen, wie sich die Aufgaben und auch das Image der Bäuerinnen im Lauf der Jahrzehnte verändert haben.